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Rauchfrei

Das Rauchfrei-Konzept

Auf dem Weg zur rauchfreien Schule an der Ganztagsrealschule Odenthal.


Gesetzliche Rahmenbedingungen „Jugendliche, die jünger als 18 Jahre alt sind, dürfen in der Öffentlichkeit nicht rauchen“. Dieses Gesetz bzw. die Einschränkung des Rauchens ist in §10 Jugendschutzgesetz festgelegt. Hinzu kommt das Nichtraucherschutzgesetz, das seit 2008 in Deutschland alle Schulen zur Rauchfreiheit verpflichtet. Dabei ist zu beachten, dass die gesetzlichen Vorgaben durch schulinterne Regeln und Maßnahmen ergänzt werden müssen (vgl. bzga.de) .


Argumente für eine rauchfreie Schule

  • Je niedriger das Einstiegsalter, desto schwerwiegender sind die gesund-heitlichen Schädigungen und desto wahrscheinlicher ist die Entstehung einer Abhängigkeit
  • Jeweils ein Drittel der Gelegenheitsraucher im Alter von 15 Jahren sind nach wenigen Jahren entweder starke Raucher, weiterhin Gelegenheitsraucher oder Nichtraucher
  • Jugendliche beginnen mit dem Rauchen in der Schule oder im Rahmen ihres Freundeskreises
  • Schülerinnen und Schüler rauchen weniger, wenn in der Schule klare Rauchverbote sowie Regeln bestehen und diese konsequent umgesetzt werden

...demnach ist eine frühzeitige Prävention in der Sekundarstufe I besonders wichtig und wirkungsvoll, weil das Rauchen nicht endgültig gefestigt und noch beeinflussbar ist (vgl. ebd.)



Schulinterne Regelungen / Das Rauchverbot

  • Schülerinnen und Schülern ist das Rauchen grundsätzlich untersagt: Im Schulgebäude, auf dem Schulgelände, in Sichtweite der Schule sowie auf Klassenfahrten und bei Ausflügen
  • Lehrerinnen und Lehrern ist das Rauchen untersagt: Im Schulgebäude, auf dem Schulgelände und in Sichtweite der Schule. Grundsätzlich widerspricht das Rauchen von Lehrkräften in Gegenwart der Schülerinnen und Schüler dem Grundgedanken einer rauchfreien Schule und sollte konsequent vermieden werden (ebd.)
  • Eltern und Gästen und dem sonstigen Personal der Schule ist das Rauchen untersagt: Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände


Schulische Maßnahmen bei Verstoß gegen die Regeln

Ein Maßnahmenkatalog ist nur dann anwendbar, wenn jeder einzelne Regelverstoß festgehalten wird. Demnach sollte z.B. ein Raucherordner zentral geführt werden, in den alle Vorfälle eingetragen werden.

1.Verstoß

- Information der Klassenleitung - Mündliche bzw. schriftliche Ermahnung - Ausfüllen eines Fragebogens zum Rauchverhalten / zur Rauchgeschichte

2. Verstoß

- Information der Klassenleitung - Information der Eltern - Sozialer Dienst

3. Verstoß

- Information der Klassenleitung - Information der Eltern - Durcharbeiten von Infobroschüren und/oder Teilnahme am Raucherseminar

4. Verstoß

- Information der Klassenleitung - Evtl. Bemerkung im Zeugnis - Weitere Ordnungsmaßnahmen (dem Schulgesetz entsprechend) (ebd.)


Zielsetzungen des Präventionskonzeptes

  • Ein rauchfreies Schulgebäude und -gelände wird angestrebt.
  • Die Schule fördert eine bewusste Verhaltensänderung bei rauchenden Schülerinnen und Schülern
  • Die Schule stärkt die Position der Nichtraucher
  • Die Schule bietet im Schulprogramm verschiedene Projekte in unter-schiedlichen Klassenstufen an und/oder nimmt an Initiativen teil (z.B. Be smart – Don´t start)
  • Im Biologieunterricht wird das Thema Rauchen im Rahmen der Gesund-heitsförderung bzw. der Suchtprävention behandelt (Klassenstufe: 7/8) und ist somit fester Bestandteil des internen Schullehrplans
  • Alternative Angebote sind gegeben, um den Schülerinnen und Schülern keine Anreize zum Rauchen zu geben (z.B. aktive Pause)
  • Eine konsequente Umsetzung der Regeln bzw. Maßnahmen der rauchfreien Schule stärkt die Wirksamkeit schulischer Regeln allgemein
  • Eine Sammlung von Adressen und Materialien stehen den Schüler/innen zur freien Verfügung bereit
  • Bei Verstößen gegen die Schulordnung werden schulische Maßnahmen (z.B. ein Raucherseminar) ergriffen
  • Alle Maßnahmen werden regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt (vgl. ebd.)