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Erprobungsstufe

Erprobungsstufenkonzept der Realschule Odenthal

I. Zielsetzung der Erprobungsstufe Die Erprobungsstufe umfasst die Klassen 5 und 6. Sie knüpft an die Lernerfahrungen der Grundschule an und führt die Kinder an die Unterrichtsmethoden und Lernangebote der Re-alschule her heran. In der Erprobungsstufe werden die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder mit dem Ziel beobachtet und gefördert, gemeinsam mit den Erziehungsberechtigen die Entscheidung über die gewählte Schulform sicherer zu machen. Innerhalb der Erprobungsstufe gehen die Schüler ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Verset-zung der Schülerinnen und Schüler in die Klasse 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch der Realschule. Werden sie endgültig nicht in die Klasse 7 der Realschule versetzt, wechseln sie in eine andere Schulform. Dies ist in der Regel die Hauptschule. Stellt die Versetzungskonferenz gegen Ende der Erprobungsstufe fest, dass die Schulform gewechselt werden sollte, wird den Erziehungsberechtigten eine entsprechende Empfehlung spätestens sechs Wochen vor Schuljahresende schriftlich mitgeteilt und gleichzeitig ein Bera-tungsgespräch angeboten. Die Schulleitung unterstützt die Eltern beim Wechsel des Kindes in die empfohlene Schulform.

II. Bausteine der Erprobungsstufe

1. Informationsabende In Odenthal haben die Eltern an zwei Abenden die Möglichkeit sich über die weiterführenden Schulen im Allgemeinen und über die Realschule Odenthal im Speziellen zu informieren. Der erste Abend findet an einer Odenthaler Grundschule statt und wird zusammen mit dem Schulpsychologischen Dienst gestaltet. Der zweite Abend findet in der Realschule statt und wird von der Schulleitung und der oder dem Erprobungsstufenkoordinator/in gestaltet. Hier haben die Eltern die Möglichkeit speziell Fragen zur Schulform Realschule im Allgemeinen und zur Realschule Odenthal im Speziellen zu stellen.

2. Tag der offenen Tür Im Januar findet der Tag der offenen Tür statt. Die Kinder der vierten Klassen haben die Möglichkeit Unterrichtsstunden zu besuchen und sich über das Lernen und Leben an der Realschule Odenthal zu informieren.

3. Beratungsgespräch vor der Anmeldung Mit allen Schülerinnen und Schülern und deren Erziehungsberechtigten wird vor der Anmeldung ein Beratungsgespräch geführt. Ziel ist es die zukünftigen Schüler und Schülerinnen kennen zu lernen und die Eltern nochmals bezüglich der Schulform zu beraten und offene Fragen zu klären

4. Kennenlernnachmittag Am Kennenlernnachmittag am Ende der vierten Klasse lernen die Kinder ihrer neue Klasse und ihre neuen Klassenlehrer kennen und erhalten erste Informationen zum neuen Schuljahr.

5. Kennlernfahrt mit erlebnispädagogischem Inhalt Im Herbst findet die Kennenlernfahrt in die Jugendherberge Waldbröl (Panabora) statt. Mit dem Programm „Teamstart im Panabora“ soll die Klassengemeinschaft ge-stärkt werden.

6. Klassenlehrerteams In den Klassen 5 werden Klassenlehrteams gebildet. Die Kinder haben somit zwei An-sprechpartner und auftretende Probleme werden im Team besprochen.

7. Erprobungsstufenkonferenzen Insgesamt finden 6 Erprobungsstufenkonferenzen statt. Jeweils drei in Klasse 5 und 6. Es geht vor allem darum, frühzeitig zu erkennen welche Schüler Probleme beim Ler-nen haben, um dann mit Eltern gemeinsam nach den Ursachen zu suchen und Maß-nahmen zur individuellen Förderung fest zu legen. In der letzten Erprobungsstufenkonferenz der Klasse 6 (in der Regel im Mai oder Juni) wird über den Verbleib an der Realschule entschieden.

8. Zusammenarbeit mit den Grundschulen Seit mehreren Jahren gibt es den Arbeitskreis Odenthaler Schulen. Dieser hat eine bessere Verzahnung von Primarstufe und Sekundarstufe I zum Ziel. Treffen finden ein bis zweimal jährlich statt. Ende November findet die Erprobungsstufenkonferenz mit den Grundschullehrern statt. In einem lockeren und informellen Rahmen tauschen sich die Klassenlehrer der Klassen 5 und 6 mit den Grundschullehrern aus.


9. Offener Beginn Im offenen Beginn haben die Schülerinnen und Schüler Zeit zum Ankommen. Sie ha-ben in dieser Zeit die Möglichkeit ihr Unterrichtsmaterial aus dem Spind zu holen und sich für den Tag zu organisieren. Vor allem zu Beginn der 5. Klasse werden die Schü-ler darin unterstützt.

10. Soziales Lernen Um die Sozialkompetenz, die Klassengemeinschaft, das Lernklima und die Lernkom-petenz des Einzelnen zu stärken werden zwei Stunden in der Woche dafür bereitgestellt. Es wird vor allem mit Bausteinen aus dem Lions-Quest-Programm gearbeitet. Zudem wird die Lernkompetenz der Schüler gefördert. Dabei werden unter anderem folgen-de Aspekte berücksichtigt: Wie lerne ich richtig? Wie bereite ich mich auf eine Klassenarbeit vor? Wie kann ich mich besser organisieren? Wie gelingt die Heftführung? Wie kann ich mich besser konzentrieren? Wie gelingt Gruppenarbeit?

11. Lernzeiten Die Lernzeiten dienen als individuelle Arbeitszeit, in der Unterrichtsinhalte vertieft und geübt werden. Die Lernzeiten finden im Klassenverband statt. Einige Kinder ken-nen das Prinzip der Lernzeit aus der Grundschule, andere sind es nicht gewohnt für sich an ihren Aufgaben zu arbeiten und sich selbst zu organisieren. Kinder mit Lernschwierigkeiten werden von den Lernpaten unterstützt.

12. Individuelle Förderung In Klasse 5 und 6 findet eine Förderung im Bereich LRS statt. Zudem wird Förderunterricht in Mathe, Deutsch und Englisch für die schwächeren Schüler angeboten. Leistungsstarke Schüler nehmen in dieser Zeit ein Forderangebot wahr.

13. Verkehrserziehung Zu Beginn der Klasse 6 findet in Zusammenarbeit mit der Polizei, der dritte Teil der Verkehrserziehung statt. Hier geht es vor allem darum, wie man mit dem Fahrrad sich im Straßenverkehr unterwegs ist. Zu dem Konzept gehört es, dass Eltern mit eingebunden werden. So werden auch Eltern nochmals für dieses Thema sensibilisiert.

14. Medienerziehung Gegen Ende der Klasse 6 findet eine Projekttag „Medien“ statt. In verschiedenen Bausteinen soll die Medienkompetenz der Schüler gefördert werden. Auch dieser Projekttag findet in Zusammenarbeit mit der Polizei statt. Zudem wird der Tag von den Medienscouts mitgestaltet