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Sporthelfer...

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1. Sporthelfer – Was ist das?

2. Einordnung und Bedeutung der Sporthelferausbildung

3. Ausbildung/Qualifizierung von Sporthelferinnen und Sporthelfern an der Ganztagsrealschule Odenthal

4. Aufgaben der Sporthelferinnen und Sporthelfer an der Ganztagsrealschule Odenthal

1. Sporthelfer – Was sind das?

Sporthelferinnen und Sporthelfer sind speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler an Schulen, die Bewegungs-, Spiel und Sportangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler im außerunterrichtlichen Sport und im Ganztag ihrer Schule gestalten und durchführen. Dazu gehört:

  • die Initiierung und Durchführung von Spielen für drinnen und draußen in den Pausen und in der Übermittagsbetreuung
  • die Ausgabe von Spielgeräten und -materialien in den Pausen
  • die Leitung von Schulsportgemeinschaften
  • das Mitwirken und Organisieren von Schulsportfesten, sportorientierten Projekten und Schulfahrten
  • die Mitwirkung in den Mitbestimmungsgremien der Schule wie zum Beispiel der Fachkonferenz Sport
  • die Schülerselbstverwaltung

2. Einordnung und Bedeutung der Sporthelferausbildung

Die Sporthelferausbildung soll in erster Linie die soziale und personale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken. Die Jugendlichen erfahren durch die Maßnahme ein hohes Maß an Wertschätzung, was sich in der Schulkultur widerspiegeln wird. Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit als Bausteine der Persönlichkeitsentwicklung werden gelegt und gefördert. Außerdem muss Ausbildung als Baustein im Rahmen der Berufswahlvorbereitung gesehen werden, da die Sporthelferausbildung der Einstieg in das Qualifizierungssystem des LSB ist. Jederzeit kann der Einzelne darauf aufbauen und an Weiterbildungsmaßnahmen, beispielsweise zur Trainerausbildung, teilnehmen. Weiterhin sind die Sporthelfer ein wichtiger Teil des ganzheitlichen Konzepts des Ganztags an der Ganztagsrealschule Odenthal und finden vor allem hier ihren Einsatz. Somit profitieren nicht nur die Sporthelferinnen und Sporthelfer selbst, sondern auch die anderen Schüler der Schule vom Sporthelferkonzept, da ihnen zusätzlich zu den Pausen im Vormittag auch ein Angebot von gleichaltrigen oder älteren Schülern in der Mittagspause gemacht wird, das es ihnen ermöglicht, ihre Pause kreativ und abwechslungsreich zu gestalten und dabei soziale Kontakte auch außerhalb des eigenen Klassengefüges zu knüpfen. Durch den Einsatz der Sporthelfer wird das Profil der Schule gestärkt und das Spiel- und Sportangebot im Schullalltag sowie im Ganztag gestärkt. Das Schulleben wird mitgeprägt durch das sportliche Engagement der Sporthelferinnen und Sporthelfer für die anderen Jugendlichen. Ihre Bereitschaft zur Übernahme von Mitverantwortung und Mitgestaltung des schulischen Lebens fördert die Identifikation mit „unserer“ Schule. Außerdem leisten sie damit einen wesentlichen Beitrag zu einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. Wie schon erwähnt haben die Schüler durch den Erwerb des Zertifikats des Sporthelfers eine erste Grundlage zur Mitarbeit im Verein erworben. Hier wird somit die nächste Bedeutung der Sporthelferausbildung deutlich: ein Beitrag zur Kooperation von Schule und Verein. Das Engagement der ausgebildeten Sporthelferinnen und Sporthelfer wird auf dem Zeugnis dokumentiert und kann als sog. „Soft Skills“, z.B. bei Bewerbungen benannt werden. Mit der Ausbildung und im Einsatz sammeln die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung.

3 Ausbildung/Qualifizierung von Sporthelferinnen und Sporthelfern an der Ganztagsrealschule Odenthal

Die Schülerinnen und Schüler werden von speziell fortgebildeten Sportlehrkräften in einer mehreren Lerneinheiten umfassenden Ausbildung zur Sporthelferin oder zum Sporthelfer qualifiziert. Die Ausbildung der Sporthelferinnen und Sporthelfer richtet sich an Jungen und Mädchen der 8.und 9. Klassen, die daran interessiert und dazu geeignet sind, Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche in der Schule oder auch in Sportvereinen zu organisieren und zu betreuen. Um sich als Sporthelfer/in zu qualifizieren, müssen die Schülerinnen und Schüler nicht Mitglieder in einem Sportverein sein. Die Ausbildung umfasst mindestens 30 Lerneinheiten in vier verschiedenen Lernbereichen: 1. Lernbereich: Person und Gruppe (6 LE) 2. Lernbereich: Bewegungs- und Sportangebote erleben und sich damit auseinandersetzen (10 LE) 3. Lernbereich: Beteiligung bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Angeboten (10 LE) 4. Lernbereich: Schule und Sportverein / Organisierter Sport (4 LE)

Die Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen 8 werden im Laufe des 2. Schulhalbjahres in einem Kompaktseminar, während wiederkehrender AG-Zeiten und in Sporthelferforen, die jährlich an wechselnden Orten des Regierungsbezirks Köln stattfinden, zu Sporthelfern und Sporthelferinnen ausgebildet, so dass diese ab der 9.Klasse in der Schule oder dem Verein eingesetzt werden können. Der Hauptteil der Ausbildung findet derzeit jährlich in der Sportschule in Hennef in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Gesamtschule aus Aachen und der Sekundarschule TOB Wiehl aus Bielstein statt. Insgesamt strebt die Ganztagsrealschule Odenthal an, stets über einen Sporthelfer-Pool von 15-20 Sporthelfern zu verfügen. Als bestanden gilt eine Sporthelferausbildung, wenn die Schüler regelmäßig und aktiv an der Ausbildung teilnehmen und in Kleingruppen erfolgreich einen Teil einer Unterrichtsstunde nach den zuvor erlernten Kriterien erfolgreich planen und durchführen. Darüber hinaus müssen sie zwei Stunden Hospitation in einem Verein oder Sportunterricht nach ausgewählten Beobachtungskriterien nachweisen, die in Kleingruppen reflektiert und nachgearbeitet werden.

4. Aufgaben und Einsatzbereiche der Sporthelferinnen und Sporthelfer an der Ganztagsrealschule Odenthal

Unsere Sporthelferinnen und Sporthelfer leiten und beaufsichtigen derzeit in Zusammenarbeit mit der betreuenden Lehrkraft zum einen den Pausensport in der Mittagspause. In dieser sogenannten „Aktiven Pausen“ bieten sie Ballspiele und/oder Tanzen an und kümmern sich selbstständig um die Ausgabe der Materialien in der „Spielegarage“ auf dem Schulhof. Zum anderen leiten die Sporthelferinnen und Sporthelfer am Dienstagnachmittag eigenverantwortlich Sport-AGs (Tischtennis, verschiedene Sportspiele, Tanzen/Turnen). Für die Durchführung dieser Aktivitäten stehen ihnen die Dreifachsporthalle und auch der sogenannte „Spiegelsaal“ zu Verfügung. Zu diesen Tätigkeiten findet einmal im Monat ein gemeinsames Treffen für einen Erfahrungsaustausch statt. Sporthelferinnen und Sporthelfer können auch im regulären Unterricht, in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft, einzelne Stunden oder Stundenteile anbieten und übernehmen. Darüber hinaus werden sie auch in die Organisation und Durchführung von Sportfesten, des Tages der offenen Tür und Sponsorenläufen mit eingebunden. Außerdem unterstützen die Sporthelferinnen und Sporthelfer die Lehrkräfte bei den jährlich stattfindenden Ski- und Surffahrten ins Hochzillertal/Österreich und nach Brouwersdam /Niederlande sowie der Kennenlernfahrt der Fünftklässler zum Panabora nach Waldbröl. Speziell hierfür qualifizierte Ausbilder koordinieren den innerschulischen Einsatz. Für ihr regelmäßiges Engagement für die Schule erhalten die Sporthelferinnen und Sporthelfer eine Bemerkung auf das Zeugnis sowie ein Zertifikat des Landessportbundes NRW über die erfolgreiche Ausbildung zur/m Sporthelferin bzw. Sporthelfer.